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IT-FORENSIK BEI VEGS

Wenn IT-Sicherheit nicht mehr verhindern konnte, beginnt die IT-Forensik.

Cyberangriffe, Datenabfluss, kompromittierte Systeme oder interne Manipulationen hinterlassen digitale Spuren. Wer sie professionell analysieren kann, besitzt eine Kompetenz, die in Unternehmen, IT-Security und spezialisierten Dienstleistungen zunehmend gefragt ist.

Weiterbildungspartner der DEKRA seit 2011Kein anonymer OnlinekursPraxistraining in Bad Berneck
IT-Forensik: digitale Spuren und Timeline-Analyse auf einem Bildschirm
GRUNDLAGEN

Was ist IT-Forensik eigentlich?

IT-Forensik beschäftigt sich mit der systematischen Sicherung, Analyse und Bewertung digitaler Spuren. Dabei geht es nicht darum, einfach nur Daten wiederherzustellen – es geht darum, technische Vorgänge nachvollziehbar zu rekonstruieren und zu dokumentieren.

Das Ergebnis einer forensischen Untersuchung ist im besten Fall ein nachvollziehbares, technisch belastbares Bild dessen, was tatsächlich passiert ist – nicht mehr, aber auch nicht weniger.

  • Computer und Notebooks
  • Smartphones und Tablets
  • Datenträger
  • Benutzeraktivitäten
  • Dateisysteme
  • Logfiles
  • Netzwerkspuren
  • E-Mails und Metadaten
  • Zeitstempel
  • Gelöschte oder veränderte Daten
NACH EINEM VORFALL

Die entscheidenden Fragen nach einem Vorfall

  • 01Was ist passiert?
  • 02Wann ist es passiert?
  • 03Welches System oder Benutzerkonto war betroffen?
  • 04Wie konnte der Zugriff erfolgen?
  • 05Welche Daten wurden verändert, kopiert oder gelöscht?
  • 06Welche digitalen Spuren sind noch vorhanden?
  • 07Lässt sich der Ablauf technisch rekonstruieren?

Genau diese Fragen machen IT-Forensik zu einem wichtigen Bestandteil moderner Cybersecurity.

ANWENDUNGSFÄLLE

Wo IT-Forensik in der Praxis zum Einsatz kommt

Cyberangriff

Nachvollziehen, welche Systeme betroffen waren und wie ein Angriff abgelaufen sein könnte.

Datenabfluss

Untersuchen, ob und wie Daten kopiert, übertragen oder verändert wurden.

Kompromittierte Benutzerkonten

Login-Aktivitäten, Zugriffe und technische Spuren analysieren.

Insider-Vorfälle

Verdächtige Aktivitäten von Mitarbeitenden oder berechtigten Benutzern nachvollziehen.

Malware und Ransomware

Technische Spuren eines Angriffs untersuchen und mögliche Eintrittswege nachvollziehen.

Gelöschte oder manipulierte Daten

Dateisysteme, Metadaten und vorhandene Artefakte untersuchen.

Incident Response

IT-forensische Methoden einsetzen, um Sicherheitsvorfälle strukturiert aufzuarbeiten.

IT-Security und IT-Forensik gehören zusammen

IT-SecurityZiel

Angriffe verhindern, Risiken reduzieren, Systeme schützen.

„Wie verhindern wir einen Sicherheitsvorfall?“

IT-ForensikZiel

Digitale Spuren analysieren und Sicherheitsvorfälle nachvollziehen.

„Was ist tatsächlich passiert?“

Moderne Cybersecurity endet nicht bei Prävention. Unternehmen benötigen zunehmend auch Kompetenzen für Detection, Incident Response und forensische Analyse.

BERUFLICHE PERSPEKTIVEN

IT-Forensik ist nicht nur ein Beruf – sondern eine zusätzliche Kompetenz.

Im eigenen Unternehmen

Zum Beispiel als Administrator, IT-Security-Verantwortlicher, Incident-Response-Mitarbeiter, SOC-Mitarbeiter oder IT-Leiter.

In der IT-Beratung

Erweiterung bestehender Dienstleistungen um Incident-Analyse und IT-forensische Fragestellungen.

Als spezialisierter Dienstleister

Aufbau eines zusätzlichen Kompetenzfeldes innerhalb einer bestehenden IT-Selbstständigkeit.

Im Sachverständigenwesen

Grundlage für eine spätere, weitergehende Spezialisierung im Bereich IT-Forensik und Gutachtenerstellung.

IT-Forensik ist dabei nicht auf eine bestimmte berufliche Rolle beschränkt. Die Kompetenz kann sowohl innerhalb eines Unternehmens als auch in der Beratung, als spezialisierte Dienstleistung oder als Grundlage einer späteren Sachverständigentätigkeit eingesetzt werden.

PRAXISBEZUG

Ein typischer Fall könnte so aussehen

IT-forensische Fragestellungen entstehen oft dann, wenn Vermutungen nicht mehr ausreichen und technische Klarheit benötigt wird.

Nicht Vermutungen bestätigen, sondern digitale Spuren objektiv auswerten.

Beispiel 1

Verdächtiger Datenabfluss

Ein Mitarbeiter verlässt ein Unternehmen. Kurz zuvor wurden ungewöhnlich große Datenmengen verarbeitet.

Fragestellungen

Wurden Daten kopiert? Auf welche Geräte? Wann fanden Zugriffe statt? Welche Benutzeraktivitäten lassen sich nachvollziehen?

Beispiel 2

Kompromittiertes System

Ein Unternehmen stellt ungewöhnliche Aktivitäten auf einem System fest.

Fragestellungen

Wann begann der Vorfall? Welche Konten wurden verwendet? Welche Systeme könnten betroffen sein? Welche technischen Spuren lassen sich sichern?

Beispiel 3

Gelöschte oder veränderte Daten

Nach einem Streit oder Sicherheitsvorfall fehlen Dateien oder Kommunikationsdaten.

Fragestellungen

Wann wurden Daten verändert? Welche Benutzeraktivitäten sind erkennbar? Welche Metadaten oder Artefakte existieren noch? Was lässt sich technisch belastbar feststellen – und was nicht?

ZAHLEN & FAKTEN

Die Lage in Zahlen

119neue Sicherheitslücken/Tag

registrierte das BSI im Schnitt zwischen Juli 2024 und Juni 2025 – ein Anstieg von 24 % gegenüber dem Vorjahr.

BSI, Lagebericht IT-Sicherheit 2025
131.391Cybercrime-Fälle

mit Tatort Deutschland erfasste das BKA 2024 – plus 201.877 weitere Taten vom Ausland aus.

BKA, Bundeslagebild Cybercrime 2024
202,4 Mrd. €Schaden durch Cyberangriffe

entfielen 2025 laut Bitkom allein auf digitale Angriffe. Insgesamt berichteten 87 % der befragten Unternehmen von Datendiebstahl, Spionage oder Sabotage.

Bitkom, Wirtschaftsschutz 2025
160 Tagebis Erkennung & Eindämmung in Deutschland

So lange bestanden Datenlecks 2026 in deutschen Unternehmen im Durchschnitt – 121 Tage bis zur Erkennung und weitere 39 Tage bis zur Eindämmung.

IBM / Ponemon Institute, Cost of a Data Breach Report 2026
EINORDNUNG

Prävention allein reicht nicht mehr

Prävention bleibt unverzichtbar. Aber kein technischer Schutz kann jeden Sicherheitsvorfall verhindern. Entscheidend ist deshalb auch, was nach einem Vorfall passiert: Können Spuren gesichert werden? Kann nachvollzogen werden, wann und wie ein Zugriff erfolgte? Können Auswirkungen eingegrenzt und Erkenntnisse belastbar dokumentiert werden? Genau hier ergänzt IT-Forensik klassische IT-Security.

  • Vorfälle zu erkennen
  • Spuren zu sichern
  • Ereignisse zeitlich einzuordnen
  • Ursachen zu analysieren
  • Auswirkungen abzuschätzen
  • Erkenntnisse nachvollziehbar zu dokumentieren

IT-Forensik bildet hierfür einen wichtigen technischen Baustein.

DER NÄCHSTE SCHRITT

Du möchtest diese Kompetenz selbst aufbauen?

Wer bereits aus der IT kommt und sein bestehendes Fachwissen gezielt erweitern möchte, kann IT-Forensik systematisch erlernen. Unsere Vorbereitung zum IT-Forensic-Analyst mit DEKRA-Zertifizierung verbindet digitale Lerninhalte mit praxisorientierter Anwendung und einem dreitägigen Praxistraining.

Mögliche Kompetenzen
  • Digitale Spuren systematisch betrachten
  • Forensische Werkzeuge kennenlernen
  • Windows-Systeme analysieren
  • Mobile Geräte untersuchen
  • Daten strukturiert sichern und auswerten
  • Untersuchungsergebnisse nachvollziehbar dokumentieren
Mehr über den IT-Forensic-Analyst erfahren
Nächstes 3-Tage-Praxistraining
08.–10. Oktober 2026 in Bad BerneckNur noch begrenzte Plätze verfügbar

Weiterer Termin: 18.–20. Februar 2027

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Andreas Bauer, Gründer und Geschäftsführer der VEGS Akademie
Andreas BauerGründer und Geschäftsführer, VEGS Akademie
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  • DEKRA-zertifizierter IT-Sachverständiger, Schwerpunkte IT-Forensik und IT-Security
  • Seit 2011 Weiterbildungspartner der DEKRA Certification GmbH
  • Praktische Erfahrung aus realen IT-forensischen Untersuchungen und Gutachten
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